Tierschutz / AKUT

Liebe Tierfreund:innen, -schützer:innen und -rechtler:innen,
wir laden euch herzlichst ein zu unseren Gottesdiensten „mit Mensch und Tier“.
Dieses Jahr finden an folgenden Terminen diese besonderen Gottesdienste statt:
21.8.2022 Open-air-Gottesdienst mit Mensch und Tier (danach Sommerfest)
2.10.2022 Erntedankgottesdienst mit Mensch und Tier: „Tiere sind keine Ernte“
13.11.2022 Volkstrauertag für Mensch und Tier: „Vergiss die Tiere nicht!“
18.12.2022 Adventsgottesdienst mit Mensch und Tier: „Willkommen im Stall“

Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Segensgrüße an alle Ein-, Zwei-, Drei-, Vier- und Mehrbeinigen!
Pastor Holger Janke

Gottes Geschöpfe!

Wenn Konfirmand:innen sich das Thema Mitgeschöpflichkeit erschließen, fragen sie mich stets entsetzt angesichts der statistischen Fakten zur Massentierhaltung und Schlachtung: „Wie kann das sein?“ In Deutschland werden zwei Millionen Tiere p r o T a g geschlachtet! Hühner und Schweine hauptsächlich. Im Jahr werden somit im Lande über 700 Millionen Tiere für den Konsum getötet. Dazu kommen noch fast 3 Millionen Tiere pro Jahr in Versuchslaboren um, wo zum Zwecke der wissenschaftlichen Grundlagenforschung als Ziel der Tod des Tieres festgelegt wurde. In der Bibel gibt es keine Versuchstiere und auch keine Massentierhaltung. Hier finden wir allerdings den Hinweis auf die Mitgeschöpflichkeit. Naturwissenschaftlich betrachtet, sind Mensch und Tier verwandt. Biblisch gesehen, sind wir beide Geschöpfe Gottes: Seelengeschwister.

Pastor Holger Janke

„In manchen Ländern ist ein jagender Priester keine Seltenheit. Er mag dann vielleicht ein guter Schäferhund sein; ein guter Hirte aber ist er sicher nicht.“
Aus: H.D. Thoreau, Walden, 1905 (deutsche Erstausgabe)

Der aktuelle NDR-Beitrag zum Thema „gesundes Leben“:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/das_feature/Kinder-kandiert,sendung1148812.html

ZDF-Beitrag vom 24.1.2021
https://www.zdf.de/gesellschaft/sonntags/vegetarisch-essen-102.html

Glaubensbekenntnis für Mensch und Tier

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
den guten Hirten für Menschen und Tiere.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria
im Stall von Bethlehem bei Menschen und Tieren,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die lebenden und die toten Menschen.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben für alle Geschöpfe,
die Gott vertrauen – Menschen wie Tiere.
Amen.

Glauberger Schuldbekenntnis (von 1988)

Wir bekennen vor Gott,
dem Schöpfer der Tiere,
und vor unseren Mitmenschen:

Wir haben
als Christinnen und Christen versagt,
weil wir in unserem Glauben die Tiere vergessen haben.

Wir waren als Theologinnen und Theologen nicht bereit,
den lebensfeindlichen Tendenzen in Naturwissenschaft und Philosophie
die Theologie der Schöpfung entgegen zu halten.

Wir haben
den diakonischen Auftrag Jesu verraten
und unseren geringsten Brüdern, den Tieren,
nicht gedient.

Wir hatten als Pfarrerinnen und Pfarrer Angst,
den Tieren
in unseren Kirchen und Gemeinden Raum zu geben.

Wir waren als Kirche taub
für das Seufzen
der misshandelten und ausgebeuteten Kreatur.

Können Sie uns helfen?

Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.“

Dieses Zitat wird allgemein Leo Tolstoi zugeschrieben.
Allerdings sind all unsere Bemühungen der Quellensuche vergebens gewesen.
Wissen Sie, woher dieser Aphorismus stammt?

Wenn ja, dann bitte melden (janke@kg-langenfelde.de)!
Herzlichen Dank