Church for Future

„Bei Bewirtung und auf Festen:
– vorrangig vegetarisches Essen anbieten“.

aus: „Klimaschutz in unserer Kirchengemeinde“
der Ev.-Luth. Kiche in Norddeutschland, August 2020

Unsere Entwicklung:
Seit nunmehr fast zwanzig Jahren ist die Kirchengemeinde Langenfelde auf dem Weg nicht nur ein spirituelles Portfolio zu bieten, sondern auch energieeffizient und klimafreundlich zu werden. Es wurde in der Zeit vieles versucht und einiges ließ sich gut praktizieren: z.B. die Winterkirche.

Seit zehn Jahren schließt die Kirche im Winter zwischen Epiphanias und Palmarum, um im Gemeindehaus den Gottesdienst zu feiern. Das spart sehr viel Energie und Geld. Außerdem ist es für alle angenehmer, im Winter im Warmen sitzen, beten und singen zu können.

Die Dezentralisation und Erneuerung der Heizung reduzierte den Energieverbrauch ebenfalls stark. Leider wurde uns vom Kirchenamt nicht gestattet, Photovoltaik zu installieren. Die Erfahrungen zeigen, dass die Behörden leider nicht auf der Höhe der Zeit sind und einer Erneuerung oft im Wege stehen. Inzwischen hat jeder moderne Bauernhof eine Photovoltaikanlage, die Kirchengemeinden nicht. Hier liegt noch großes Potenzial brach.

Auch die Entscheidung, die Gemeindeküche vegetarisch und vegan zu organisieren, trägt erheblich zur Klimafreundlichkeit bei – außerdem ist es gesund und super lecker (wie wir feststellen durften).

Es gibt also viele Möglichkeiten, Energie zu sparen, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Im Gegenteil man bekommt sowohl gute Luft als auch sauberes Wasser zurück und die nachfolgenden Generationen freuen sich über soviel (Alters-)Weitsicht.

Wenn Sie Lust haben, darüber nachzudenken, wie unsere Kirchengemeinde klimafreundlich wird und Ideen wissen, wie sie zukunftssicherer werden kann, dann melden Sie sich bitte und kommen vorbei.

Herzliche Einladung!


Treffen der Initiative „Church for Future“
an jedem 3. Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im Gemeindehaus Langenfelde e n t f ä l l t zur Zeit wegen der Pandemie-Verordnungen.

Ein wichtiger IMPULS:
Seit Monaten gehen Jugendliche in der ganzen Welt auf die Straße. Sie fordern mehr Umweltschutz und eine drastische, ernsthafte Wende in der Klimapolitik, denn sie werden diejenigen sein, die unter dem Klimawandel zu leiden haben. Auch in Hamburg finden diese Demonstrationen statt. Die Initiative „Church for Future“ stellt sich hinter die Forderungen der Jugendlichen und in kurzer Zeit ist ein bundesweites Netzwerk entstanden.

Ein werteorientiertes Eintreten für die Bewahrung der Schöpfung ist auch unser Anliegen. Es gehört zum Kern-bestand unseres Glaubens, dass wir das „ängstliche Harren der Kreatur“ (Römer 8,19) ernst nehmen. Christlicher Auftrag ist es, für die Schwachen und Armen einzutreten und damit auch für Jung und Alt, für Mensch und Tier, für Flora und Fauna. Als Kirche vor Ort haben wir schon in den letzten Jahrzehnten viele Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt; besonders mit unserer AKUT-Arbeit.

Die Proteste der Schülerinnen und Schüler machen uns bewusst: Es reicht nicht, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Wir werden daher weiterhin intensiv daran arbeiten, unsere eigene Arbeit deutlich umweltfreundlicher zu gestalten. Es reicht offenbar nicht, auf freiwilliges ethisches Engagement einzelner zu setzen, sondern wir müssen als ganze Gemeinschaft zusammen neue Prioritäten setzen und einen anderen Life-Styl finden. Gute Lebensbedingungen zu erhalten und die Klimaerwärmung einzudämmen, muss einen deutlich höheren Stellenwert in unserem theologischen Denken und kirchlichen Handeln haben. Die Bewahrung der Schöpfung und der Schutz unserer Kinder und Jugendlichen sollte uns jede Anstrengung wert sein.